Ein Speed- Pedelec (oder Speedbike ) ist für schnelle, regelmäßige Fahrten – typischerweise Pendelstrecken – konzipiert und bietet Unterstützung, die je nach Modell und Zulassung Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h ermöglicht. Im Alltag kommt es aber nicht nur auf die „45 km/h im Datenblatt“ an, sondern vor allem auf die tatsächliche Reichweite , die Qualität der Unterstützung (Beschleunigung, Bergauffahrten) und die langfristige Zuverlässigkeit von Akku und Motor.
Dieser Leitfaden hilft Ihnen mit einfachen Richtlinien und Vergleichstabellen bei der Auswahl des richtigen Akkus (Kapazität, Einzel- vs. Doppelakku) und der richtigen Motorisierung (Mittelmotor vs. Hinterradmotor).
1) Kapazität und Autonomie: 500–800 Wh… und mehr

Das „Wh“ verstehen (das Grundprinzip, das Fehler vermeidet)
Die Kapazität einer Batterie wird in Wh (Wattstunden) angegeben. Je mehr Wh, desto mehr „Reserve“ steht Ihnen zur Verfügung, um unter gleichen Bedingungen lange zu fahren.
Die Akkulaufzeit variiert jedoch enorm, abhängig von:
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Ihr Gewicht + Zuladung (Tasche, Schloss usw.).
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die Höhenänderung (Hänge)
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Wind und Temperatur (Kälte verkürzt die Akkulaufzeit)
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Reifendruck
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der Grad der Unterstützung (je höher der Grad, desto höher der Verbrauch)
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Ihr Fahrstil (Beschleunigungen / konstante Geschwindigkeit)
Einfache Richtlinien: Welche Kapazität für welchen Zweck?
Hier ist ein praktisches Raster (das je nach Gelände, Wetter und Unterstützungsbedarf angepasst werden muss).
| Nutzungsprofil | Typischer Abstand | Boden | Empfohlene Kapazität |
|---|---|---|---|
| Kurze Stadtfahrten | 10–25 km/Tag | flach bis hügelig | 500–625 Wh |
| Regelmäßiges Pendeln | 25–50 km/Tag | gemischt | 625–800 Wh |
| Lange Reisen / Gelände | 50–80 km/Tag | hügelig bis bergig | 800–1000 Wh |
| „Stressfrei, autonom“ | 70–120 km/Tag | gemischt / kalt | 1000 Wh + (oder Doppelbatterie) |
Wichtigste Erkenntnis: Wenn Sie im Winter, bergauf oder bei starker Unterstützung einen komfortablen Leistungsbereich beibehalten möchten, sollten Sie höhere Ziele anstreben als Ihre „theoretischen“ Anforderungen.
2) Doppelakku: Für wen und warum?
Der Doppelakku ist keine Spielerei: Er ist die einfachste Lösung, wenn Sie Folgendes möchten:
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lange Reisen unternehmen, ohne im Büro aufladen zu können
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schnell und oft fahren (hohe Unterstützung) ohne Stress
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Autonomie auch bei Kälte bewahren
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Gewicht tragen (Tasche, Computer, Ausrüstung usw.).
Wann es wirklich nützlich ist
Sie sind ein guter Kandidat für einen Doppelakku, wenn:
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Sie legen 50 km/Tag oder mehr zurück (insbesondere in hügeligem Gelände).
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Sie fahren das ganze Jahr über (auch im Winter).
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Sie möchten das tägliche Aufladen vermeiden (oder Sie haben keine zugängliche Steckdose).
Tipp: Manche bevorzugen einen einzelnen, „großen“ Akku gegenüber zwei. Wichtig ist Ihre individuelle Situation: Entfernung, Gelände, Frequenz, Wetter.
3) Motor: Mittelmotor vs. Hinterradantrieb (Drehmoment, Traktion, Fahrgefühl)

Die Wahl des Motors hat Auswirkungen:
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das Empfinden (natürlich vs. „drücken“)
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die Kapazität am Hang
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Effizienz (Verbrauch)
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Wartungs- und Langzeitkosten
Einfacher Vergleich: Mittelmotor vs. Hinterradantrieb
| Kriterien | Zentralmotor | Hinterradmotor (Nabe) |
|---|---|---|
| Das Gefühl beim Treten | Sehr natürlich (oft „progressiv“) | Mehr „vorangetrieben“ (Schubwirkung) |
| Hügel / Höhengewinn | Hervorragend (insbesondere mit einem Drehmomentsensor) | Je nach Fahrerpaar gut bis sehr gut, kann aber bergauf mehr Kraftstoff verbrauchen. |
| Effizienz / Autonomie | Oftmals bessere Erträge in abwechslungsreichem Gelände | Sehr gut als Hauptgericht, als Dessert variabel. |
| Fahrradbalance | Niedriger Schwerpunkt, superstabil | Stabil, aber mit einer stärker nach hinten verlagerten Masse. |
| Interview | Übertragung unter höherer Belastung (Kette/Kassette) | Das Getriebe wird vom Motor weniger beansprucht. |
| Nutzungsstil | Geländetauglichkeit, sportliche Nutzung, Vielseitigkeit | Schnelles Stadt-/Pendelverhalten, „Schub“-Gefühle, Einfachheit |
Bei Speed-Pedelecs sind beide Varianten häufig anzutreffen. Die richtige Wahl hängt hauptsächlich vom jeweiligen Gelände ab:
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Viele Hügel / häufige Starts → Vorteil eines Mittelmotors
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Schnelle, meist reibungslose Fahrten → sehr angenehmes Hinterrad
4) Drehmoment (Nm) & „45 km/h“: Was Sie wirklich verstehen müssen
Der entscheidende Punkt
Die Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h hängt hauptsächlich von der Kategorie/Homologation und der Konfiguration des Systems (Unterstützungsgrenze) ab.
Das Paar (Nm) hingegen konzentriert sich vor allem auf:
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Beschleunigung (Anfahren an einer Ampel, Weiterfahren)
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die Fähigkeit, auf einem Anstieg eine hohe Geschwindigkeit beizubehalten
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Komfort beim Tragen einer Last oder bei Wind
Praktische Hinweise (ohne sich zu verirren)
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Wenn Sie hauptsächlich in der Stadt/in flachen Gebieten fahren, achten Sie auf eine sanfte Unterstützung und einen geeigneten Akku: Ein „moderates“ Drehmoment kann ausreichend sein.
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Wenn Sie hügeliges Gelände vor sich haben oder eine starke Beschleunigung wünschen, wählen Sie ein System, das für sein solides Drehmoment und sein intelligentes Assistenzmanagement bekannt ist.
Eine Frage, die Sie sich stellen sollten: „Will ich schnell oder einfach klettern ?“
Wer schnell aufsteigen und gleichzeitig den Komfort genießen möchte, braucht ein „leistungsstärkeres“ System und einen dazu passenden Akku.
5) Akkulaufzeit optimieren (ohne Akkuwechsel)
Bevor Sie mehr Geld für eine größere Speicherkapazität ausgeben, können Sie die Akkulaufzeit oft durch einfache Gewohnheiten um 10–30 % verlängern:
Autonomie-Checkliste (einfach und effektiv)
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Reifen : Korrekter Reifendruck = geringerer Rollwiderstand
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Hilfe : Verwenden Sie einen mittleren Modus und reservieren Sie den Höchstmodus für die Berge.
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Trittfrequenz : Eine etwas höhere Trittfrequenz vermeidet eine Überlastung des Motors.
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Gewicht : Vermeiden Sie unnötiges Gewicht in der Tasche
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Temperatur : Halten Sie den Akku von Kälte fern (falls er entnehmbar ist).
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Getriebe : Saubere und geschmierte Kette = bessere Effizienz
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Beschleunigung : Sanftes Anfahren = weniger Kraftstoffverbrauchsspitzen
6) Laden, Lebenszyklus und bewährte Verfahren (Akku + Motor)
Batterie: Bewährte Verfahren zur Verlängerung der Lebensdauer
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Vermeiden Sie es, den Akku über längere Zeiträume bei 100 % oder 0 % zu lassen.
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Wenn Sie es mehrere Wochen lagern: Lagern Sie es nur teilweise beladen (und an einem trockenen Ort).
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Lassen Sie den Akku vor dem Aufladen wieder auf Betriebstemperatur kommen (besonders im Winter).
Detaillierte Wartungsempfehlungen (Lagerung, Laden, Winter) finden Sie in den offiziellen Bosch-Hinweisen hier: Batteriepflege und -wartung
Motor: „intelligente“ Wartung
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Schonende Reinigung (keine Hochdruckreiniger auf elektrischen Flächen verwenden)
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Regelmäßige Überprüfung von Bremsen und Getriebe (ein schnelles Motorrad fährt schnell: Verschleiß folgt)
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Bei intensiver Nutzung wird eine regelmäßige Wartung empfohlen.
Konkrete Beispiele (bei BatooBike): große Kapazität für längere Fahrten

Auch wenn nicht alle Fahrräder Speed-Pedelecs sind, hilft ein Blick auf „Langstrecken“-Modelle, sich eine Vorstellung von den Fähigkeiten zu verschaffen, die für den regelmäßigen Gebrauch interessant sind.
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Das NCM Moscow Plus ist ein gutes Beispiel für ein vielseitiges Fahrrad mit einem Akku mit hoher Kapazität (praktisch, wenn man im Alltag eine komfortable Reichweite benötigt).
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Der NCM Milano Plus veranschaulicht auch sehr gut die Kombination aus „Komfort und Autonomie“, die bei regelmäßigen und langen Fahrten oft gefragt ist.
Bedenken hinsichtlich „Speed-Pedelecs“ (Schweiz)
Beim Kauf eines Hochgeschwindigkeits-E-Bikes (bis zu 45 km/h) gelten andere Anforderungen als für ein 25-km/h-E-Bike (Kennzeichen, Ausrüstung usw.). Die offizielle Zusammenfassung finden Sie hier: OFROU/ASTRA – Spezielle Regeln für langsame/schnelle E-Bikes.
Häufig gestellte Fragen – Akku und Motor eines Rennrads
Welche Akkukapazität benötige ich basierend auf meinem Nutzungsverhalten?
Bei einer täglichen Fahrstrecke von weniger als 25 km auf flachem Gelände reichen 500–625 Wh möglicherweise aus.
Bei einer Tagesstrecke von 25–50 km : Anstreben von 625–800 Wh.
Darüber hinaus (Gelände, Kälte, hohe Unterstützung): 800–1000 Wh oder Doppelbatterie .
Wie lässt sich die Akkulaufzeit optimieren?
Korrekter Reifendruck, geeigneter Unterstützungsmodus, gleichmäßige Trittfrequenz, geringes Gewicht, vor Kälte geschützter Akku, sauberer Antriebsstrang. Das sind die einfachsten Verbesserungen.
Mittel- oder Hinterradantrieb: Welcher Antrieb ist der richtige?
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Zentral gelegen : ideal für Küstenregionen, natürliches Flair, Vielseitigkeit.
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Hinterrad : sehr angenehm für schnelles Pendeln, "Schub"-Gefühl, einfach für den täglichen Gebrauch.
Wählen Sie je nach Gelände (flach vs. hügelig) und Ihrem Stil (sportlich vs. komfortabel).
Welches Drehmoment (Nm) ist erforderlich, um eine Geschwindigkeit von 45 km/h zu erreichen?
Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 45 km/h hängt primär von der Homologation und dem Unterstützungsgrad ab. Das Drehmoment dient hauptsächlich der starken Beschleunigung und der Aufrechterhaltung der Leistung bergauf . Bei hügeligem Gelände empfiehlt sich ein System, das für sein hohes Drehmoment und die intelligente Steuerung der Fahrassistenz bekannt ist.
Wie pflegt man Batterie und Motor?
Batterie: Vermeiden Sie lange Lagerung bei 100 %/0 %, lagern Sie sie teilweise geladen, trocken und bei mäßiger Temperatur.
Motor: keine Hochdruckreinigung, schonende Reinigung, regelmäßige Kontrollen (Bremsen/Getriebe) und Generalüberholungen bei intensiver Nutzung.
